Samstag, 5. Februar 2011

Freitag, 4. Februar 2011

Precisely

"'One thing is certain,' President Shimon Peres said this week. 'Mubarak knew how to keep peace in the Middle East.' That's precisely the problem, Mr. President: 'There is no peace in the Middle East.'"
Sayed Kashua im Haaretz-Wochenendmagazin 

Fremd-Worte

Flüchtling, Camp, Laissez-passer: Nach Rotkäppchen, Zeitungsnachrichten und "Jingle Bells" (Lailat Eid) à la Fairouz steht jetzt "Lokalkultur" auf dem Arabisch-Stundenplan. Eigentlich geht es in der Lektion um Zivilstand und Personendaten. Wohl kaum einem in unsren Breitengraden kämen da Worte wie Flüchtling oder staatenlos in den Sinn. Für Samira sind sie das "Normalste" der Welt. "Ich bin Flüchtling", strahlt sie schon fast in die Runde, "ich lebe in einem Land ohne Staat, ohne Pass". Wie die meisten der hiesigen Flüchtlingscamps nichts gemein haben mit der Assoziation von staubigen Zeltlagern, sondern längst befestigte Wohnquartiere sind, sieht auch Samira nicht nach dem verängstigten, armen Menschen aus, den man vielleicht mit dem Wort Flüchtling verbinden könnte. Samira ist gebildet und hat einen Job. Die Jerusalem-ID macht sie zu einer Privilegierten unter den Palästinensern, und obwohl ihre Familie einen Grossteil ihres Besitzes im 1948er Krieg verloren hat, blieb ihr der Besitz in Ostjerusalem und der Altstadt. Dass für viele Palästinenser an dem eigenen Staat mehr als nur praktische Fragen  um Rechte und Besitz hängen, zeigt das Kinderlied, dass Samira mit uns singt, "Ana tifl filestini".
Tifl filestini
بسالوني مين أنا
أنا طفل فاسطيني
بسالوني وين ساكن
ساكن في ارض جدودي
بسالوني كيف قادر تعيش بذل وكيف صابر
ليش ما ترحل و تغادر عبلاد الغبة و تهاجر
أنا طفل فاسطيني
بلاد الغير ما بتر ضيني
فاسطين هي وطني
فيها كل الأماني


Sie fragen mich, wer ich bin
Ich bin ein palästinensisches Kind
Sie fragen mich: "Wo wohnst du?"
Ich lebe im Land meiner Vorfahren
Sie fragen mich, wie ich in dieser
 Demütigung geduldig leben kann
Warum packst du nicht
deine Koffer und wanderst
aus in ein fremdes Land?
Ich bin ein palästinensisches Kind
Ich mag keine fremden Länder
Palästina ist meine Heimat
In ihr sind alle meine Träume
und meine Hoffnungen
Auszug aus einem Lied der palästinensischen Komponistin Rima Nasi Tarazi

"Crazy Governement"

Netanyahu against Obama.
Lieberman against the Turks.
Yishai against the refugees.
Barak against his voters.
And the entire government
Against our future.
Anzeige der israelischen Friedensinitiative "Gush Shalom" in Haaretz (31. Dezember)