Dienstag, 22. März 2011

Von Hexen und Prinzessinnen

In den Strassen wimmelt es an diesem Tag von kleinen Prinzessinnen, Schmetterlingen, Piraten, Hexen und Robin Hood. Wer mal im Rheinland gelebt hat, dem sollte dieser Anblick durchaus vertraut sein. In Jerusalem ist er trotzdem ungewohnt. Purim, mit dem die Juden der Rettung vor der drohenden Gefahr der Ermordung durch den Perser Haman feiern, ist ein Freudenfest. In der Synagoge wird das Buch Esther gelesen, und bei jeder Nennung des Namens "Haman" wird soviel Krach wie möglich veranstaltet. Vor allem ist das Fest aber auch so etwas wie der "jüdische Strassenkarneval" - Kinder, Junge und vereinzelt auch ein paar ältere Semester ziehen verkleidet durch die Gassen. Ich schwanke, welches Kostüm mir am besten gefällt:  Der kleine ultraorthodoxe Junge, dessen Schläfenlocken so wunderbar mit den Schulterpolstern seines Raumschiff-Enterprise-Kostüms harmonieren oder der Mittvierziger, der für einmal an Purim den Ultraorthodoxen gibt, mit einem riesigem Fellhut und künstlichen Locken ...



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