Samstag, 3. September 2011

Vereint

Noch immer ist die Ikone der "entschlafenen Gottesmutter" im Mariengrab beim Garten Gethsemane "aufgebahrt", erst acht Tage nach der orthodoxen Feier von Mariä Himmelfahrt wird sie in feierlichen Prozession zurück zur Grabeskirche getragen werden. In der Zwischenzeit herrscht eine ganz besondere Stimmung in der ohnehin eindrücklichen Kirche. Der Treppensteig, sonst nur durch das einfallende Licht der Eingangspforte erhellt, ist ganz in Kerzenschein getaucht. Stufe für Stufe steigen die Betenden hinab zum Grab Mariens und entzünden dünne Kerzen, die sie dann an die Steine lehnen. Manch einer wiederholt die Prozedur auf der gegenüberliegenden Seite beim Hinaufgehen und verwandelt den Raum in ein Lichtermeer. Russisch-orthodoxe Christen, Armenier und Touristen folgen dem Brauch. Und da Maria als Mutter des Propheten Jesus verehrt wird und mehrfach im Koran erwähnt wird, sind auch ein paar Musliminnen unter den Beterinnen zu finden.

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